Obwohl wir unsere Gottesdienste leider nicht in der Kirche halten können, wollen wir die höchsten Festtage der Christenheit trotzdem feierlich begehen. Alle Haushalte unserer Pfarrei haben einen „Geistlichen Begleiter durch die Karwoche und die Ostertage“ erhalten, der für Gründonnerstag, Karfreitag, die Osternacht und den Ostersonntag Gottesdienstordnungen für Zuhause enthält (der Geistliche Begleiter ist auch hier  abzurufen).

Per Livestream werden Gottesdienste zu den Festtagen aus der Casteller Kirche übertragen – bitte machen Sie von dieser guten Möglichkeit Gebrauch, die Gottesdienste zu den Kar- und Ostertagen mitzufeiern.

https://m.youtube.com/channel/UCErwfQMTIuLNhkGkuM_XKtQ

Gründonnerstag         19:00 Uhr mit Pfarrer Martin Fromm

Karfreitag,                   09:30 Uhr mit Dekan Günther Klöss-Schuster

15:00 Uhr Andacht zur Sterbestunde mit Pfr. Martin Fromm

Osternacht                21:00 Uhr mit Pfarrer Martin Fromm

Ostersonntag              09:30 Uhr mit Dekan Günther Klöss-Schuster

Ostermontag             09:30 Uhr mit Pfarrerin Beate Krämer

Für die Osterfeier daheim stehen Osterkerzen zum Abholen bereit (in Wiesentheid bei Susanne Mann, Am Lindachsgraben 2 und bei Marlene Fechner, Nelkenstraße 3,  in Rüdenhausen: in der tagsüber geöffneten Kirche). Bis es wieder möglich ist, Gottesdienste in der Kirche zu begehen, wird jeden Tag eine kurze Lesepredigt zur Tageslosung von Pfarrer Fromm auf der Homepage eingestellt.

Ein gesegnetes Osterfest,  Ihr Pfarrer Martin Fromm

„Beistand, Trost und Hoffnung“

Ein Wort der katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirche in Deutschland

Lesen Sie hier den Text

Kirche in Zeiten von Corona – Geistliche Begleitung

Sie  alle wissen, welche einschneidenden Maßnahmen in den letzten Tagen von Seiten der Staatsregierung getroffen wurden, auf die wir nun auch kirchlicherseits reagieren müssen.

Deshalb gilt ab sofort:

Aussetzen der Proben von Posaunenchor, Kantorei und Rondo

2. Absage der Seniorennachmittage: Rüdenhausen am 19.03. und Wiesentheid am 26.03.

3. Pausieren der Gruppen und Kreise: Bibelgespräch, Suchen und Finden, Frauenkreis

4. Alle Gottesdienste in unserer Kirche müssen leider ausfallen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass mit diesen Maßnahmen die rasante Ausbreitung der Ansteckungen verlangsamt werden kann.

Der Ausfall der Gottesdienste, der in die für uns Christen wichtigste Zeit, die Passions- und Osterzeit fällt, ist deshalb besonders schmerzlich. Tröstlich ist es daher, dass Pfarrer Fromm einen geistlichen Begleiter erstellt hat, mit dem wir  in einer täglichen Andacht, die jeder zu Hause halten kann, Gemeinsamkeit erfahren,  ganz besonders, wenn wir dies  an den Sonntagen zu den Gottesdienstzeiten tun.

Den geistlichen Begleiter für die Passionswochen von Okuli bis Palmarum finden Sie  hier

Den geistlichen Begleiter für die Karwoche und die Ostertage finden Sie hier

Sie können natürlich auch Gottesdienste und Andachten in Fernsehen und Radio mitfeiern, eine Liste finden Sie hier

Einen Vorschlag für eine ökumenische Abend- Liturgie zu Hause aus Mellrichstadt finden Sie hier

 

 

Herzlich willkommen bei der evangelisch – lutherischen Kirchengemeinde Wiesentheid

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Kirchengemeinde. Auf den folgenden Seiten können Sie sich einen Überblick über unsere Gottesdienste, Angebote und Veranstaltungen verschaffen. Vielleicht möchten Sie auch an einem unserer Kreise teilnehmen oder mitarbeiten. Sie sind uns herzlich willkommen!

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie Fragen haben oder wenn Sie sich über einen Besuch freuen würden:
Zögern Sie nicht, uns anzurufen oder uns eine e-mail zu schreiben!

Die Losung von heute

Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst.

Zefanja 3,15

Jesus sprach zu den Jüngern: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?

Markus 4,40

Auslegung von Pfarrer Martin Fromm

(Weitere Auslegungen von Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem Dekanat Castell finden Sie hier)

 

Wenn ich auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre.
Hosea 8,12

Jesus spricht: Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.
Johannes 18,37

Gott führt durch den Propheten Hosea Klage gegen das Nordreich Israel: Dem Namen nach verehren sie den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der das Volk der Hebräer durch Mose aus der Gefangenschaft Ägyptens geführt hat – aber die Wirklichkeit sieht anders aus. Sie haben die reine Verehrung des „Ich bin da“ verlassen und haben in zwei Reichsheiligtümern einen Kult eingerichtet, der biblische und heidnische Elemente verbindet. Sie haben sich ihre eigene Religion zurechtgemacht! Und nicht nur ihre Gottesverehrung ist verfälscht! Auch ihr Verhalten untereinander widerspricht dem Willen Gottes: „Israel verwirft das Gute“ (8,3). Wie Luther sagt: ‚Das erste Gebot ist der Ring, durch den die zehn Gebote zu einem Kranz geflochten sind‘  – wo also das erste Gebot wegbricht, löst sich die Kette auf, alle ihre Glieder fallen zu Boden.

Das bedeutet – und nun schauen wir von Israel weg auf uns selbst: Es ist nicht möglich, Gott zu verachten und dennoch seine Gebote zum menschliche Zusammenleben zu erfüllen. ‚Gott die Ehre geben‘ bedeutet – so fasst Luther das Gesamtzeugnis der Schrift zusammen: „Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.“ Tun wir das? Ich bekenne – es gibt wohl allenfalls winzige Augenblicke in meinem Leben als Christ, wo Gott tatsächlich mein „Ein und Alles“ ist. Wie viel gibt es, was mich immer wieder von der Konzentration auf Gott ablenkt! Wie viele Gefühle, von „abgöttischer“ Liebe, bis zu abgrundtiefem Zorn treten zwischen mich und Gott! Wie oft fürchte und ehre ich „die Menschen“ und ihre Meinungen mehr als Gott und sein heiliges Wort! Wie oft fürchte ich dieses, solches, welches, statt auf den zu vertrauen: der alle Haare meines Hauptes gezählt hat.

Jesus hebt die Gebote Gottes nicht auf (vgl. Mt 5,17). Im Gegenteil: Die Gebote Gottes werden von Jesus erfüllt – nicht nur für sich, sondern für alle Menschen -, aber Jesus übernimmt auch die Strafe für uns, die wir sie beständig übertreten.

Die „Wahrheit“, von der wir im Lehrtext hören, bezeichnet im Evangelium nicht etwas, sondern jemanden: Wahrheit ist Jesus Christus in Person. Die Wahrheit, die er bezeugt, ist ER selbst: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich. (Joh 14,6) Jesus richtet die Worte: „Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“ an Pilatus, aber der Statthalter versteht Jesus nicht. Er fragt: Was ist Wahrheit? – und erkennt nicht, dass die menschgewordene Wahrheit Gottes direkt vor ihm steht. Er erkennt Jesus nicht, weil er „nicht aus der Wahrheit ist“. Wie aber kommt man zur oder besser in die Wahrheit?

Darauf gibt uns der Wochenspruch zu Judika klare Antwort: DER MENSCHENSOHN MUSS ERHÖHT WERDEN, DAMIT ALLE, DIE AN IHN GLAUBEN, DAS EWIGE LEBEN HABEN. (Joh 3,14-15)

Diese Worte Jesu bedeuten mir ungeheuer viel! Sie sind eine Zusammenfassung des gesamten Evangeliums in nur einem einzigen kurzen Satz. Wer diesen Satz annimmt und glaubt, der hat das Mark des Neuen Testaments in sich aufgesogen. Jeder Christ sollte diesen Satz auswendig kennen – und zwar im Sinne des englischen Ausdrucks: learning by heart. Es geht nicht darum, diesen Satz im Gehirn abzuspeichern, sondern ihn sich ins Herz zu meißeln!

Der Satz hat für mich aber auch biographisch eine einzigartige Bedeutung: Am 25.03.1999 hielt ich – damals noch Student – meine allererste Predigt über diesen Vers. Es war eine Meditation über den Begriff „Erhöhung“, der so wichtig ist, um die Sendung Jesu zu verstehen. Man möge mir die Nostalgie verzeihen, dass ich die wichtigsten Passagen meiner damaligen Predigt hier wiederhole – statt eine neue Predigt darüber zu schreiben:

Gemeinde des Herrn Jesus Christus,

stellt euch die Festtafel vor, wenn Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten auf einen Tag fielen.

Da stünden gebackene Karpfen, bunte Eier, Osterbrot – dick mit Hagelzucker bestreut, Lammfleisch, Braten und Geflügel, dazu alle Arten Süßspeisen, auf einem Tisch beieinander. Da hätten wir gewiß alle große Schwierigkeiten, wenn wir entscheiden müßten, wieviele von diesen Köstlichkeiten wir essen sollte und vor allem in welcher Reihenfolge. Der Predigttext des heutigen Tages ist eine solche, herrlich gedeckte Festtafel.

Die heiligen Festgeheimnisse unserer höchsten Kirchenfeste stellt der Predigttext in einem einzigen Bilde dar: Dem Bild von der Erhöhung des Menschensohnes. 

Karfreitag, der düstere und traurige Tag, an dem Christus durch sein Sterben unser Heil ermöglichte, er brachte die Erhöhung Christi ans Kreuz. So kennen wir es von zahlreichen Darstellungen: Das Kreuz liegt auf dem Boden und unser Herr wird von mitleidlosen Henkershänden auf das Kreuz gezwungen. Nägel werden durch seine Hände und Füße getrieben. Dann wird das Kreuz aufgerichtet: Der Menschensohn wird erhöht.

Lichtumglänzter Ostertag: Christus zerbricht die Bande des Todes, das Grab ist leer, Engel verkünden den Frauen die frohe Botschaft. Aller Zweifel wird ausgeräumt. Selbst der Apostel Thomas, der nicht eher glauben wollte, als bis er Jesu Wundmale berührt hätte, findet zum Glauben und spricht sein – und unser – Bekenntnis zu Jesus: Mein Herr und mein Gott.

Christus besiegt den Tod und bricht die Macht des Satans: Der Menschensohn wird erhöht.

Vierzig Tage haben die Jünger nach seiner Auferstehung Umgang mit Jesus. Sie essen mit ihm, er lehrt sie und erteilt ihnen Weisung. Dann kehrt Jesus zum Vater zurück: Eine Wolke nimmt ihn vor den Augen der Jünger auf, Jesus fährt gen Himmel. Er setzt sich zur Rechten Gottes des Vaters nieder, alle Gewalt im Himmel und auf Erden wird ihm übergeben: Der Menschensohn wird erhöht.

Am Pfingstfest gießt Jesus seinen Geist aus über seine Gemeinde: In Gestalt von Feuerzungen nimmt der Geist unter gewaltigem Brausen seine Wohnung in den Jüngern. Den Jüngern erschließt sich der Sinn von Jesu Leiden und seinem Sterben. Im Vertrauen auf ihren erhöhten Herrn tragen sie die Botschaft in die Welt, um nach seinem Gebot alle Völker zu seinen Jüngern zu machen. Der Heilige Geist weckt wo und wann Gott will den Glauben in den Hörer der Botschaft. So wird erfüllt, was Christus verheißen hat: Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.      

Um unserer Sünde willen haben wir den Tod verdient, wie alle anderen Menschen auch. Den zeitlichen Tod müssen auch Christen leiden. Aber Gott begnadigt uns – um unseres Glaubens willen – vom ewigen Tod. Denn er hat sich an seine Verheißung gebunden, daß der, der an den erhöhten Menschensohn glaubt, das ewige Leben haben soll. Und wer ihr vertraut, erlangt, was sie sagt und wie sie lautet, nämlich das ewige Leben.

Und so ist denn nicht nur unser Predigttext wie eine Festtafel, sondern er verheißt dem Gläubigen auch die zukünftige Teilnahme an einer Festtafel, nämlich an der Festtafel im Himmel. Denn wer dem erhöhten Menschensohn vertraut, dem gilt die Verheißung: Viele werden kommen von Osten und Westen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen. Das verleihe Gott uns allen. Amen.   

 

Konfirmation

Konfirmation

In der Taufe sagt Gott  Ja  zum Menschen. Bei den meisten Christen findet die Taufe im Kleinkindalter statt; die Eltern erbitten stellvertretend für ihr Kind die Taufe und verpflichten sich, ihr Kind im Glauben zu erziehen. Die Paten versprechen, sie

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Senioren

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 Fotos: Bus – Reiseservice Scheckenbach,  Kaffee – hochzeitsfotograf / Pixelio.de, Hände: Rike / pixelio.deMerken

Förderverein

Förderverein

Der Förderverein Evangelisches Gemeindezentrum in Wiesentheid wurde 2003 gegründet. Er unterstützt den Erhalt des neuen Gemeindezentrums und setzt sich für Wiesentheider Belange ein. So ist er  u. a. Veranstalter des Adventskonzertes, das jährlichimmer am 1. Advent an den Tag der

Gesprächskreise

Gesprächskreise

Jeder ist herzlich eingeladen, einfach dabei zu sein: Weil vieles gemeinsam leichter ist, wir miteinander Fragen stellen wollen, wir versuchen werden, im Wort Gottes Antworten zu finden. In unserer Unterschiedlichkeit liegt viel Potenzial. Das ist immer wieder spannend! Jeden 1., 2. und 3. Dienstag im Monat jeweils um 20.00 Uhr im Gemeindezentrum Wiesentheid.

Lebensstationen

Es gibt die verschiedensten Stationen in unserem Leben. Große freudige Stationen wie Geburt, erwachsen werden, sich zum Glauben bekennen und das Eingehen einer Partnerschaft werden in unserer christlichen Tradition mit den Lebensfesten Taufe, Konfirmation und Trauung begangen.

Konfirmation
Taufe
Trauung