In den Gottesdiensten am 2. Advent stellten sich die Präparandinnen und Präparanden des neuen Jahrgangs vor. In Wiesentheid gestalteten Linnea Manz, Jule Metzner und Erik Steinbauer den Gottesdienst mit, in Rüdenhausen Louis Gernert, Louis Neubert und Lilli Schindler. Die Jugendlichen übernahmen die Lesungen und Gebete. Traditionsgemäß gingen sie an diesem Tag erstmals zum Tisch des Herrn. Pfarrer Fromm hatte zuvor mit Hilfe von verschiedenen Berichten erklärt, was das Heilige Abendmahl bedeutet: „Jesus ist da für Euch unter Brot und Wein. Er gibt Euch neue Lebenskraft, neue Hoffnung, neuen Mut. Er gibt Euch seine Liebe. Viele Menschen erfahren in ihrem Leben, welche Kraft vom Abendmahl ausgeht. Ein Bischof aus Vietnam, der wegen seines Glaubens an Jesus 13 Jahre in einem Gefangenenlager eingesperrt wurde, berichtet: Im Lager waren wir in Gruppen von 50 Personen aufgeteilt; wir schliefen auf einem gemeinsamen Bett, jeder hatte Anspruch auf 50 Zentimeter. Wir konnten es so einrichten, dass fünf Christen mit mir zusammen waren. Um 21.30 Uhr musste das Licht gelöscht werden und alle mussten schlafen gehen. Das war der Zeitpunkt, da ich mich über das Bett beugte, um das Heilige Abendmahl zu feiern. Auswendig. Zur Austeilung reichte ich die Hostie unter dem Moskitonetz hindurch. Wir bastelten sogar kleine Täschchen aus dem Papier von Zigarettenschachteln, um das gesegnete Brot aufzubewahren und es den anderen zu bringen. Jesus war so immer bei mir – in meiner Hemdtasche. In den schwersten Stunden half uns die Gewissheit: Jesus ist mitten unter uns. Jesus half durch seine stille Gegenwart in unvorstellbarer Weise: Viele Christen fanden zu einem glühenden, einsatzbereiten Glauben zurück. Nichtchristen fanden zum Glauben an Jesus. Die Kraft der Liebe Jesu war unwiderstehlich. (Quelle: Jugend und Gott, Text gekürzt) 

Wenn wir das Heilige Abendmahl feiern, dann sind wir mit allen Christen in der Welt verbunden am Tisch Jesu. Mit den Christen in den reichen Ländern der Welt, denen es so gut geht wie uns – und mit den Christen in den Flüchtlingslagern, mit den Christen in den Elendsvierteln der Millionenstädte der Dritten Welt und mit den Christen, die ihr Glaube ins Gefängnis gebracht hat. Mit den Christen, die im Frieden leben – und mit denen, in deren Land Krieg herrscht. Deren Kirche vielleicht sogar zerstört wurde und die heute in einer Ruine zum Gottesdienst zusammenkommen.“
Wir wünschen den Jugendlichen eine gesegnete Vorbereitungszeit auf die Konfirmation und viele gute Erfahrungen mit dem Glauben und in ihrer Gemeinde!  

Präparandenvorstellung am 2. Advent

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