Der Tierarzt Ludwig Rosenthal (1882 – 1945) – Altenschönbach – Wiesentheid – Delligsen – ein (fast) vergessenes Opfer des Nationalsozialismus

Angesichts der angekündigten Deportation in das KZ Theresienstadt schied der Tierarzt Ludwig Rosenthal – ein Kind jüdischer Eltern aus Altenschönbach – am 19. Februar 1945, also kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges, freiwillig aus dem Leben.

Nach dem Abschluss seines Studiums der Tiermedizin in Hannover hatte er ab 1908 zunächst in Wiesentheid praktiziert, bevor er sich 1910 in Delligsen (Südniedersachsen) niederließ und dort auch eine Familie gründete. Sein Schicksal war der Öffentlichkeit lange unbekannt und wurde erst durch Zufall entdeckt.

Vor wenigen Jahren gelang es auch, Angehörige ausfindig zu machen und durch Nachforschungen in diversen Archiven – sowie durch Bilder aus dem erhalten gebliebenen Familienalbum – das Leben und den Leidensweg von Ludwig Rosenthal und seiner Familie nachzuzeichnen.

Im August 2025 wurde am ehemaligen Wohnhaus der Familie Rosenthal in Delligsen eine Gedenktafel unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht.

Mit dem heutigen Vortrag in Wiesentheid von Wolf-Dieter Gutsch, dem Sprecher des Arbeitskreises „Stolpersteine – Erinnern und Gedenken“ im Verein Alt Prichsenstadt e. V. soll auch vor Ort an den ehemaligen Mitbürger und sein tragisches Schicksal erinnert werden.

Der Eintritt ist natürlich kostenlos, über Spenden zugunsten der Erinnerungsarbeit im Verein Alt Prichsenstadt e. V. würden wir uns natürlich sehr freuen!

Bildervortrag von Wolf-Dieter Gutsch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.