Liebe Schwestern und Brüder,

was im vergangenen Jahr unvorstellbar war, ist nun bittere Realität: Das Corona-Virus hat unser Land immer noch fest in seinem unbarmherzigen Griff!

Wir haben in äußerst harten zwölf Monaten als Gemeinde gelernt, wie wir auch in der Pandemie ein Christenleben führen, Gottesdienst feiern, Glaubensverbundenheit erfahren können.

Wir haben in Trauer und Hoffnung von lieben Verstorbenen Abschied genommen – oft, ohne ihnen das Geleit auf dem Friedhof geben zu können, aber im Gebet verbunden mit ihren Angehörigen.    

Wir haben Hilfsbereitschaft, ehrenamtlichen Einsatz und Opferwilligkeit in einem beeindruckenden Ausmaß erlebt!

Wir haben mit den Kirchenvorständen ungezählte Male spontan auf sich wandelnde Situationen reagiert – und, wie es mein ehemaliger Lehrpfarrer sagen würde, notfalls auch die Änderungen geändert (manchmal haben wir sogar die Änderungen der Änderungen ändern müssen!).

Inzwischen sind wir alle dünnhäutig und erschöpft, die Sehnsucht nach Normalität ist riesengroß!

Gerade JETZT brauchen wir die Osterhoffnung:  

Das Vertrauen auf den menschgewordenen Gott, der im Leid an unserer Seite ist, unseren Schmerz auf sich nimmt, unseren Tod durch seinen Tod bezwingt und das Leben zum Sieg führt!

Nach einem Jahr immer neuer furchtbarer Todesbotschaften, brauchen wir die EINE gute Botschaft des Lebens dringender als alles andere: „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1. Kor 15,54-55)

Diese Botschaft ist der Daseinsgrund der Kirche – die Kirche gibt es nur, um diese Botschaft in die Welt zu tragen! Zu Menschen, die traurig, aufgerieben, sorgenvoll, erschüttert sind – zu Menschen wie uns! Ja, wir als Gemeinde Jesu sind die Botschafter und die Hörer der Botschaft zugleich!    

  1. Wir werden einen „Geistlichen Begleiter“ durch die Kar- und Ostertage verteilen: Mit Andachten, Anregungen zum Osterfest und einem Osteranspiel, das man in der Familie in verteilten Rollen lesen kann.
  2. Wir werden Gottesdienstaufzeichnungen auf dem youtube-Kanal der Kirchengemeinde Rüdenhausen (https://www.youtube.com/channel/UCWKrIWDTJ94imAB9BtCpUTg) einstellen, die Sie anschauen und mitfeiern können.
  3. Und wir laden Sie herzlich ein: Setzen Sie sich mit dem Pfarramt in Verbindung, wenn Sie in kleinem Kreis in den Festtagen eine Andacht feiern möchten. Große, festliche Gottesdienste – das wissen wir alle – sind derzeit nicht möglich. Aber kleine Andachten mit Heiligem Abendmahl – und gerne auch mit Beichte – sind möglich! Sie können sich als Familie, als Freundesgruppe oder auch als Einzelpersonen im Pfarramt melden: Dann vereinbaren wir eine Andacht bei Ihnen daheim oder in der Kirche in Rüdenhausen oder Wiesentheid! Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch!

          

Ich wünsche Ihnen ein gutes, gesegnetes und gesundes Osterfest,

Ihr Pfarrer Martin Fromm

Brief von Pfarrer Fromm zur Karwoche und Ostertage 2021

Ein Kommentar zu „Brief von Pfarrer Fromm zur Karwoche und Ostertage 2021

  • 27. Oktober 2021 um 20:16
    Permalink

    Moin Martin, einfach da sein. Gruß Stephan 😊

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