Gedanken zur Jahreslosung 2027 und zur ersten gemeinsamen Gemeindebriefausgabe

Liebe Leser und Leserinnen,
Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Da kommt immer auch ein bisschen Abschiedsstimmung auf.
Abschiede prägen unser Leben überhaupt. Als Individuen wie als Gruppen und Gemeinden. Und Abschiede tun oft weh.
Die Kirchengemeinden Rüdenhausen und Wiesentheid schmerzt der Abschied von Pfarrer Martin Fromm. Und das ist gut so, denn „wenn ein Abschied weh tut, war das Wirken gelungen.“ Diese Worte hat bei der Abschiedsfeier jemand an Martin Fromm gerichtet.
Abschiede sind aber nicht nur schmerzhaft, sondern auch notwendig, damit Neues entstehen kann. Auch mit diesem Gemeindebrief beginnt etwas Neues: er ist das erste Mal gemeinsam für Wiesenbronn, Abtswind, Castell, Rüdenhausen und Wiesentheid. Ja, er ist ziemlich umfangreich. Das mag der eine oder andere unpraktisch finden. Aber er bietet auch eine wunderbare Möglichkeit, dass wir voneinander erfahren und als Gemeinden im Glauben, Hören und Tun zusammenwachsen. Und ganz praktisch kann man auf fast einen Blick sehen: Wo ist wann Gottesdienst?
Auch das Kirchenjahr geht zu Ende. Und Abschiede prägen auch diese letzten Wochen des Kirchenjahres.
Am Buß- und Bettag wird uns ein Abschied als Geschenk angeboten: wir dürfen Schuld, die uns auf der Seele liegt, Gott hinlegen, uns Vergebung zusprechen lassen und neu und gestärkt weitergehen.
Und kurz darauf, am Ewigkeits- oder Totensonntag, dem letzten im Kirchenjahr, steht wieder ein anderer Abschied im Mittelpunkt: wir gedenken der Menschen, die wir an den Tod verloren haben.
Abschiede machen oft Angst. Denn das, was hinter uns liegt, das kennen wir, das ist vertraut. Aber was kommt Neues auf uns zu?
Die Jahreslosung für das Jahr 2027 macht uns Mut, zuversichtlich ins Unbekannte zu gehen: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. (Jesaja 41,10)
Diese Hoffnung und Zuversicht wünsche ich uns allen,
beim Abschied vom Alten, beim Weg ins Neue: Gott ist immer schon da.
Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen

Pfarrer Ulrich Jobst
